ICH BIN DANN MAL WEG…

Meine letzte Woche war gekommen und die TO-DO Liste wurde nur noch immer länger, wie sollte ich das den noch alles schaffen? Meine Mutter mit dem Nerven am Ende, den wie sich das gehört wollte ich auch erst am letzten Tag packen. Also verbrachte ich die letzte Woche lieber damit, mich mit Freunden zu treffen und mein Geburtstag zu feiern. Die Sorgen überlies ich getrost allen anderen. An meinem letzten Tag zu Hause, dem 31. August, wurde es dann doch ein bisschen eng. Auf einmal musste diese TO-DO Liste, die ich immer getrost aufgeschoben hatte doch abgearbeitet werden und zwar schneller als mir lieb war. Wie sollte es also auch anders sein, natürlich wurde ich am 31. nicht fertig mit packen und musste notgedrungen am 01. September vor der Fahrt zum Flughafen weiter packen. Zur Beruhigung meiner Familie, war an dem morgen nur noch ein Koffer zu packen und bei der Fluggesellschaft anzumelden, sodass ich letzten Endes doch alles geschafft habe. Den zum Glück mussten wir erst 12:30 zum Flughafen fahren.

Das Auto bepackt mit einem 20kg-Koffer und einem 15kg- Koffer, sowie dem Handgepäck machten wir, das waren meine Mutter, meine Cousine und ein Vater einer Mitbewohnerin von mir in England, uns auf den Weg. Ein Packet, welches ich eigentlich keinem Postboten zumuten will, würde mir von meinen Eltern einen Tag nach meiner Ankunft hinterhergeschickt werden. Von meinem Vater und meinem Bruder hatte ich mich schon zu Hause verabschiedet und nachdem es dann auch ein letztes goodbye am Flughafen gab, war ich soweit. Schließlich sind es ja nur 4 Monate bis ich zu Weihnachten wieder Deutsches Land unter den Füßen haben werde.

Nach dem Flug und dem unfreiwillig langem Aufenthalt bei der Passkontrolle, sollte es nun von London Stansted nach Portsmouth gehen. Nach dem Flug lagen noch mal zwei Stunden fahrt vor uns, den Stansted befindet sich nördlich von London und Portsmouth liegt südlich an der Küste. Der Vater meiner Freundin und Mitbewohnerin und ich wurden dann am Flughafen schon von ihr und ihrer Mama erwartet und los ging die Fahrt auf der linken Seite, immer Richtung Meer.

Angekommen vor dem Haus und die Tür geöffnet schauen mir 6 Paar Augen entgegen und obwohl wir uns kennen, kam einem alles neu vor. Den während die anderen sich bereits eingelebt haben, wussten wo alle Bäder im Haus sind… hatte ich keinen Plan und hoffte, dass ich mich bald zu Hause fühlen würde.

Da wir erst so gegen 6 überhaupt in Portsmouth angekommen sind, habe ich meine Sachen erst mal ausgepackt und das meiste weggeräumt, wenn auch teilweise nur provisorisch, den ein bisschen was fehlt halt doch noch. Aber ich bin mir sicher, dass ein baldiger Trip nach IKEA die Lücken füllen wird und ich dann alles endgültig verstauen kann. Abends bin ich dann zum Meer gelaufen, welches ich in 2 Minuten zu Fuß erreichen kann. Von dort aus habe ich einen Abstecher zum Supermarkt gemacht, um mich mit Abendessen und Frühstück für den nächsten Tag einzudecken.

Beach Road

Beach Road

 

An meinem ersten, richtigem Tag in meiner neuen Heimat, war ich zunächst im Maklerbüro, um den restlichen Papierkram zu erledigen. Anschließend hat meine Freundin mich noch in die Stadt gefahren, wo ich voller Tatendrang direkt ein Konto eröffnen wollte. Dies hat auch zum Glück, trotz Vorwarnung meiner Mitbewohnerinnen, dass ich nicht enttäuscht seien solle, wenn ich einen Termin für den nächsten Tag bekäme, sofort geklappt. Als ich froh, dass alles so super gelaufen war die Bank verließ, begrüßte mich dann zum ersten mal das Britische Regenwetter. Also ging es zu TK Maxx und Primark, um ein Paar Sachen zu besorgen, die meinen Start hier leichter machen sollten. So holte ich mir drei Kopfkissen und einen Kalender, sowie eine Trinkflasche und noch ein bisschen Kosmetik, zudem noch Bügel. Den Kauf der Bügel bereute ich dann spätestens bei meinem Rückweg, da ich 50 Minuten durch mittlerweile nur noch Nieselregen laufen musste. Außerdem bin ich dann Nachmittags noch in die etwas kleinere Stadt gelaufen, die man gut in circa 10 Minuten erreichen kann. Internet hatten wir nämlich zu diesem Zeitpunkt in unserem Haus noch nicht und ich hatte doch noch ein bisschen was zu erledigen. Abends hatten wir dann endlich Internet, aber da die Engländer nicht so sehr die deutsche Pünktlichkeit schätzen, war das pünktlich ankommende Internet ein unerwartetes Wunder.

Am 03. September bin ich dann mit den anderen 6 zum Supermarkt gefahren, wobei ich mir das Fahrrad meiner Freundin, die Lea heißt, leihen konnte, da sie im Moment

BeachbeimHaus

Strand vor der Tür

nicht da ist. Dort haben wir dann für den Abend eingekauft, den Pia eine andere Mitbewohnerin würde am 04. September 21 werden und sie hatte sich überlegt, dass sie reinfeiern will. Deswegen waren wir dann zunächst bei Lidl, nicht nur ist es dort günstig, man kann bei Lidl auch Produkte bekommen, die es sonst eher nicht zu kaufen gibt. Halt die vertrauten Produkte aus der Heimat. Anschließend waren wir dann zumindest auch bei einem typischen Tesco, wo wir dann alles, was uns noch fehlte erstehen konnten.

 

Nach dem Supermarkt und Mittagessen habe ich mich auf den Weg gemacht, um circa nach 50 Minuten Fußweg mein Fahrrad, welches ich auf gumtree (wie eBay Kleinanzeigen) gefunden hatte, entgegen zu nehmen. Mit 20 Pfund hatte ich ein richtiges Schnäppchen gemacht, wobei auch noch ein bisschen was an dem Fahrrad zu tun war. Da es nun gerade anfing zu nieseln, schaute ich bei der Fahrradwerkstadt um die Ecke von dem Besitzer meines Fahrrades vorbei. Dort hatte ich sehr viel Glück, denn ich traf einen super netten Handwerker, der mir einen Fahrradständer anschraubte, neue Bremsen einsetzte und mein Fahrrad noch mal teilweise auseinander schraubte und festzog, damit ich mich sicher fühlen könnte. Das ganze hat er mir für 13 Pfund gemacht, weshalb mein neuer Schatz dann zusammen gerechnet 33 Pfund gekostet hat. Zurück ging es in schüttendem Regen.

Park

Park vorm Haus

Abends gab es dann, die gewünschte Pizza von Dominos mit einem selbstgemachten Sommersalat und dann ein Spiel später auch Bowle.

 

So gegen 23:30 sind wir zu einer Straße gelaufen, die wir in ungefähr 10 Minuten zu Fuß erreichen können. Dort gibt es eine ganze menge Pubs, von welchen wir uns einen ausgesucht haben. Vor dem Pub habe ich dann jedoch bemerkt, dass in meiner mit einem Reisverschluss verschlossenen Jackentasche, kein ID mehr war. Dabei war ich mir doch so sicher ich hätte ihn eingepackt. Also sagte ich den anderen, dass es kein Problem seie, wenn sie ohne mich in den Pub gehen würden, während ich nach Hause renne. Zu Hause angekommen war er dann jedoch doch nicht, welches für mich bedeutete, dass es meine letzte Chance war, nochmal den ganzen Weg abzulaufen. Während ich immer verzweifelter wurde, dachte ich schon darüber nach, wie ich das wohl meinen Eltern beibringen würde und wie ich am schnellsten wieder an meinen oder einen neuen ID kommen sollte. Ungefähr auf halber Strecke konnte ich meinen eigenen ID jedoch von der Straße aufheben. Glaubt mir, ich war nie so froh, so ein kleines, rechteckiges Stück Plastik in meiner Hand zu halten. Nun rannte ich also zum Pub zurück und schaffte es noch rechtzeitig zum Geburtstag. Um 1:30 wurden jedoch schon einige Pubs geschlossen 😮 , weshalb auch wir uns dann entschließen nach Hause zu laufen, wo noch einiges an Kuchen verspeist wurde, welcher nach dem Supermarkt besuch heimlich gemacht wurde (in der Zeit wo Pia und zwei andere in der Stadt waren und ich mein Fahrrad abgeholt hatte).

HappyBdayAm 04. September sind wir dann mit einem späten Geburtstagsfrühstück in den Tag gestartet, welches keinen Wunsch offen ließ. Ob Bacon, Früchte oder Pancakes, es hatte so ziemlich alles zu bieten. Danach haben wir dann Pretty Little Liars geschaut, bis ich kurz vor vier in die Stadt bin, um einen Bikini zu suchen. Meine würden mir schließlich erst ungefähr eine Woche später zur Verfügung stehen, da sie sich in dem Paket befinden.
Aber so lange wollten wir nicht warten. Einen Bikini habe ich natürlich nicht gefunden, aber da ich meine Kamera mit hatte entschied ich mich zum Meer zu fahren, um auf dem Weg Bilder zu machen. Da ich einen tropfen abbekommen hatte, bin ich dann zurück zum Haus, schließlich soll meine Kamera ja nicht nass werden. Jedoch hatte es gar nicht angefangen zu regnen und der tropfen wird viel mehr aus dem Meer hochgespritzt sein, aber naja… Ich habe ja auch gerade erst angefangen am BEACH zu WANDERN. Abends haben wir dann Curry gekocht und lecker gespeist, bevor wir dann den Tag beendet haben, wie er begonnen hat, mit einer Runde Pretty Little Liars.

Tja, und was habe ich heute gemacht? Da ja heute Montag war konnte ich mich endlich

kleine Stadt.JPG

”kleine Stadt”

beim Arzt anmelden und werde somit in das NHS System (öffentliches Gesundheitssystem in GB, welches umsonst ist) aufgenommen. Nachdem das erledigt war, bin ich mit dem Fahrrad in die große Stadt gefahren und habe mir dort einen Bikini gekauft, da wir heute Schwimmen gehen wollten. Nachdem ich zurück war sind wir zum Schwimmbad aufgebrochen, mussten jedoch schon vor der Tür feststellen, dass einige Leute Schlange standen. Warum erfuhren wir dann drinnen, denn nur zum reinkommen hätten wir 45 Minuten warten müssen. Da das Schwimmbad zu Fuß in 4 Minuten zu erreichen ist entschieden wir uns dazu später wiederzukommen. Dies haben wir dann auch getan, und konnten zum Glück direkt rein. Obwohl das Schwimmbad noch sehr neu ist, sieht es keinen Falls so aus. Es ist sehr klein, da es nur ein Hallenbad ist und auch ansonsten war es eher dreckig. Trotzdem sind wir dann ein bisschen hin- und hergeschwommen und hatten einen schönen Abend.

 

Jetzt seid ihr über alles informiert und UP-TO-DATE. Zu einzelnen Themen berichte ich dann mal, wenn der Alltag eingekehrt ist und die UNI begonnen hat. Im Moment gibt es zu viele spannende andere Erlebnisse.

Eure Beach Wandererin

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