Ein Inseltraum

 

Und täglich grüßt das Murmeltier, oder halt doch nicht so ganz. Dies hat auch einen Grund. Der Einstieg in diesen Post erscheint vielleich auf den ersten Blick ein bisschen komisch, aber ich wollte gerne einmal erklären, wie ich es gedenke, diesen Blog zu führen. Wer mich lange genug kennt, weiß dass ich auch in Amerika einen Blog geschrieben habe. Täglich einen Eintrag, quasi wie ein Tagebuch. Zwar war dies ganz schön, besonders für Freunde und Verwandte, die so wussten, wie mein Tag gelaufen war, jedoch hat das zudem dafür gesorgt, dass mein Schreibstil sehr darunter gelitten hat. Aus dem Grund habe ich auch lange überlegt, ob ich wieder einen Blog machen möchte, aber eigentlich macht mir Blog schreiben sehr viel Spaß. So entschied ich mich letzten Endes dafür zu schreiben, aber diesmal ohne Verpflichtung.

Jetzt aber zu dem Grund, warum ich eigentlich wirklich diesen Blogpost schreibe, denn ich habe schon wieder so einiges zu berichten.

Nicht nur habe ich am Montag meine Registrierung abgeschlossen und meine Student ID abgeholt, ich habe auch wieder einen Ausflug gemacht, aber dazu später mehr.

Meinen Montag habe ich damit verbracht, Erledigungen zu tätigen und einiges zu klären, um anschließend am Strand zu liegen und die Seele baumeln zu lassen. Denn der September scheint sich entschieden zu haben, sich weiterhin von seiner sonnigsten Seite zu zeigen. Aus dem Grund nutze ich jeden Sonnenstrahl, denn ich noch bekommen kann, bevor der ungemütliche und sehr wahrscheinlich verregnete Winter kommt. Schwimmen war ich sogar auch noch mal.

Am Dienstag habe ich dann mit allen anderen an meinem ersten, so genannten “social” teilgenommen. Diese sind Veranstaltungen, an den man andere Leute kennen lernt und mit ihnen einen schönen Abend verbringt. In diesem Fall wurde das Event von der Student Union veranstaltet, welche für fast alle Aktivitäten, Sportarten, Vereine… zuständig ist. Zudem vertritt diese die Meinung der Studenten und hilft bei jeglichen Belangen und Problemen.

Das social stand unter dem Motto “Fish and Chips”, was praktisch war, da wir uns so das Geld und die Zeit für ein Abendessen sparen konnten, denn die Veranstaltungen war umsonst. Also aßen wir und lernten neue Leute, aus anderen Ländern kennen. Da diese Woche nur die Einführung für alle Internationalen Schüler stattfindet, sind noch keine Britten dabei und wir haben die Uni quasi für uns 😉

Am nächsten Morgen sollte es dann mit einigen Freunden auf die Isle of Wight gehen, welche mit einem Speedboot lediglich 10 Minuten entfernt ist. Jetzt denkt man erstmal, ja gut ist ne Insel, kann ja nicht so groß sein, aber Pustekuchen… Die Insel ist sehr viel größer als Portsmouth und man braucht circa 2 Stunden mit dem Auto, um von der einen auf die andere Seite zu kommen.

Ich hatte schon viel von der Insel gehört und einige Leute haben sehr von dieser Insel geschwärmt. So sind wir zwar voller Vorfreude, aber ohne jegliche Erwartungen auf die Insel gefahren. Unsere Vorstellungen wurden weit übertroffen und so kann man uns jetzt zu den Leute zählen, die von dieser unscheinbaren Insel am schwärmen sind. Ich kann jedem einen Besuch nur ans Herz legen.

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Bei den Needles

 

 

Auf der Insel haben wir die Busse genutzt und sind zunächst zum Carisbrooke Castle gefahren, welches wir von außen bestaunt haben. Anschließend haben wir uns auf den Weg zur anderen Seite der Insel gemacht, um die Hauptattraktion zu sehen. Diese heißt “The Needles”, weil dort eine Felsformation wie Nadeln aus dem Wasser ragen. Nachdem wir unser Picknick bei Sonnenstrahlen am Strand, mit Blick auf die Needles gehalten haben, sind wir zum Freshwater Bay gefahren. Dort wollten wir uns eigentlich die Bucht anschauen, welche einen natürlichen Steinpool haben sollte, aber da wir etwas mehr Zeit hatten, sind wir querfeldein gelaufen und dabei auf einen tollen Weg gestoßen, welchem wir relativ lange gefolgt sind. Die Aussicht war atemberaubend und faszinierend. Aber da lasse ich dann lieber die Bilder sprechen, denn manchmal sagen Bilder halt doch mehr als 1000 Worte.

Als wir dann abends zur Fähre zurückgefahren sind stand fest, dass dies nicht der letzte Ausflug auf die Isle of Wight gewesen sein wird, denn es gibt noch so viel mehr zu entdecken. Auf jeden Fall haben wir schon genügend Pläne für das nächste Mal, wenn wir Fuß auf diese malerische Insel setzen.

Heute hatten wir unsere erste “Veranstaltung” in der wir Willkommen geheißen wurden. Natürlich geschah dies von unglaublich vielen Seiten, weswegen das ganze auch 2 ein halb Stunden andauerte. Danach wurde der Tag dann nur noch besser, denn wenn man so willkommen ist, kann ja auch eigentlich nichts mehr schief gehen. Nach einer Stärkung haben wir uns auf den Weg zum Wassersport Zentrum gemacht, wo wir umsonst “Stand Up Paddling” ausprobieren durften. So schwer, wie es aussieht, ist es so tatsächlich gar nicht und so konnte ich auch den unfreiwilligen Kontakt mit dem Wasser vermeiden. Motiviert machten wir uns anschließend auf den Weg zu unserem zweiten Social, da ging dann doch noch etwas schief. Ein Fahrradreifen hatte tatsächlich einen Platten, der leider nicht so einfach zu beheben war. Nach hin- und her überlegen, vorbeifahrenden Taxis und Bussen, die uns mitteilten, dass ein Fahrrad im Bus nicht erlaubt seie, hieß es wohl oder übel die Stunde zum Fahrradladen zu laufen. Da wir sowieso schon spät zu unserem Social gewesen wären und es mit schieben gar nicht geschafft hätten, haben wir uns entschieden, uns aufzuteilen.

So bin ich dann schnell mit zwei anderen nach Hause gefahren, während die anderen drei die Fahrradwerkstatt aufgesucht haben. Um es noch halbwegs pünktlich zu dem Social zu schaffen hieß es dann quasi Sachen in die Ecke werfen und los geht’s. Diesmal war es eine Kuchen und Tee Veranstaltung von 6-8 Uhr, welches für mich eine doch eher befremdliche Zeit für Kuchen ist, aber naja, die Engländer kennen da halt keine Grenzen wenn es sich um Tee dreht. Um 8 Uhr sind wir dann mit ein paar anderen in einen Pub weitergezogen, haben den Abend ausklingen und die Wolken sich ausregnen lassen. Als es dann aufgehört hat zu regnen, haben wir unseren Rückweg angetreten.

Hoffentlich war die Erscheinung des Regens nur eine einmalige Sache, sodass wir noch ein paar Tage den Strand genießen können, bevor es dann so richtig losgeht. Aber wir werden sehen. So oder so bleibt es weiterhin aufregend.

Bis dahin. Eure Beach Wandererin

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