Einführungswoche Nr. 2 :)

Jetzt wird es mal wieder Zeit einen neuen Blog zu posten, jedoch habe ich diesmal gar nicht von spannenden Trips und neuen Entdeckungen zu berichten. Obwohl ich den ganzen Tag beschäftigt bin, sind es halt doch immer wieder organisatorische Sachen oder etwas, was sich auf die Uni bezieht. Jedoch bin ich ja auch zugegebener Maßen zum studieren hier. Aber da sich die Uni hier doch sehr von der deutschen unterscheidet, erzähle ich mal von meinen ersten Eindrücken.

Letzte Woche ging dann die Internationale Einführungswoche zu Ende. Die Zeit, in der wir, das heißt alle Studenten die aus über 100 Ländern gekommen sind, um hier zu studieren, die Uni unter unserer Kontrolle hatten. Ich, als Teil dieses rießengroßen, bunten Haufens, mehr oder weniger gut Englisch sprechender Internationalen, war somit umgeben von meinen Mitstudenten, die aus aller Heeren Länder kamen. Mal hörte man hier Chinesisch, oder dort Deutsch, aber meist hat man sich mit seinen Englischkenntnissen unter die Menge gemixt, und so schon einige Studenten kennen lernen können.

Am Freitag hatten wir eine Information Fair, auf der meinen Mitbewohnerinnen und ich zugegebener Maßen nur wegen gratis Essen und der Hoffnung ein paar Sachen abstauben zu können, waren. Wir hatten schließlich schon einen Bank account eröffnet, uns bei einem Doktor registriert,… Jedoch war es trotzdem informativ und wir konnten dann doch ein bisschen mehr außer Werbegeschenken und einem vollen Bauch, nach Hause bringen.

Am Samstag morgen habe ich ganz kurzfristig eine Nachricht bekommen, ob ich in eineinhalb Stunden im Yates (einem Pub mit dem Fahrrad circa in 15-20 Minuten zu erreichen) seien könnte. Was blieb mir anderes übrig, als ja zu sagen? Warum das Ganze? Ich hatte mich um einen “Job” beworben und Nein, es ist nicht Kellnern, wobei ich das eigentlich sehr gerne machen würde. Viel mehr hatte ich mich bei einer Adrianna gemeldet, die ein paar Studenten für Viva Tours brauchte (und nein, die haben leider nichts mit dem Fernsehsender zu tun). Meine Jobbeschreibung im groben ist es, circa einmal im Monat in einem Pub vergütet Sticker auszuteilen, Ausflüge, die für Internationale Studenten (also auch mich) angeboten werden, nicht vergütet, jedoch ohne Unkosten meinerseits, zu begleiten und möglicherweise mal bei einem Treffen, was für Internationale ausgerichtet wird, zu erscheinen. Den Job habe ich auch bekommen und somit bin ich mal gespannt, was mich da so erwartet. Aber das Team, mit dem ich zusammenarbeite, ist auf jeden Fall schon mal echt super.

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Aussicht über Portsmouth

 

Sonntag morgen ging es früh raus, schließlich hatte ich mich für eine Bustour um 10 Uhr morgens angemeldet. Dort habe ich dann auch die erste Amerikanerin aus dem Staat New York kennen gelernt (nicht New York City), mit welcher ich mich super verstanden habe. Die Rundfahrt war relativ informativ und ich weiß jetzt auf jeden Fall, wie stolz die Pompeyer (Spitzname für die Bewohner von Portsmouth) darauf sind, dass Charles Dickens hier geboren wurde. Später an dem Tag habe ich meine historischen Kenntnisse erneut erweitert, indem ich mit Molly (USA) im Stadtmuseum war. Dieses kostet nichts und wie ihr ja vielleicht schon mitbekommen habt, lassen Studenten sich nichts entgehen, was gratis ist, besonders wenn sie in England leben. Abends wollten eine Mitbewohnerin und ich eigentlich bei Sonnenuntergang Bilder machen, jedoch mussten wir dies verschieben, da die Sonne leider zu der Zeit unterging, wo wir auch Abend essen wollten. Unsere Fototour konnten wir übrigens bis heute noch nicht machen, da die Sonne sich im Moment dazu entscheidet, ohne Sehenswerten Sonnenuntergang unter zu gehen.

Gestern ging es dann tatsächlich los, nicht etwa mit Vorlesungen, sondern mit der zweiten Einführungswoche, die sich diesmal nicht mehr auf die “Internationals” beschränkte. Gespannt machten wir uns um 9:30 Uhr auf den Weg, um auch ja pünklich um 10 Uhr, nach deutscher Manier, bei Briony (Sie ist die Chefin unseres Programmes hier) zu erscheinen. Tatsächlich waren auch alle anderen Deutschen Überpünktlich, Briony ein paar Minuten zu spät und die zwei Spanier ungefähr 30 Minuten zu spät. Ach, manchmal ist an Vorurteilen halt doch etwas dran 😉

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Vor dem Museum

Wir hatten sie damals schon in Münster bei der 35 Jahr Feier unseres Studienganges kennen gelernt, jedoch war es diesmal eine anderen Atmosphäre. Aber der erste, positive Eindruck von damals bestätigte sich. Briony ist klasse und super bemüht um uns. In einer lockeren Art erklärte sie uns, was wir so zu erwarten haben und wir stellten uns gegenseitig vor. Sie stellte “ihre Deutschen” dann noch einen paar Mitarbeitern, der Business School vor, bevor wir entlassen wurden.

 

Heute hatten wir doch mal ein bisschen mehr auf dem Programm. Zunächst hieß es jedoch erneut sich mit Briony von 10 bis 12 Uhr zu treffen. Unsere Professoren, wollten uns einmal im kleinen Kreis Willkommen heißen und sagen, wie sehr sie sich auf uns freuen. Uns wurde auf jeden Fall deutlich gemacht, wie beliebt wir doch seien, jedoch auch, dass von uns erwartet wird, dass wir doch zu den besseren gehören sollten. Kein Druck, oder so… 😉 Davon mal abgesehen sind die Professoren hier ein bisschen näher am Student, sodass wir die Sie mit Vornamen ansprechen. Dies soll den gegenseitigen Respekt demonstrieren. Zudem ist die Atmosphäre ein bisschen lockerer. Aber wie es in den Vorlesungen wird, werde ich ja noch sehen.

Nachdem wir in der Stunde, die es zu überbrücken galt, eine Tasse, natürlich umsonst, dekoriert haben und nebenbei auch Trinken und Kuchen, wie sollte es auch anders sein, ebenfalls gratis verzehrt haben, ging es zu einer Veranstaltung. Diese war für uns total irrelevant (was uns jedoch bereits vorher gesagt wurde), aber es ging darum sich zu integrieren. So saßen wir die Zeit ab, was letztendlich auch nicht so schlimm war. Anschließend hatten wir erneut eine Stunde Zeit, die ich mit einer Mitstudentin essend und redend auf einer Bank, vor der Business School verbrachte, bevor wir uns freiwillig erneut der Gruppe von der Veranstaltung anschließen. Diesmal wurden wir etwas in den Gebäuden herumgeführt. Die Ausstattung lässt auf jeden Fall darauf schließen, dass es Studiengebühren gibt. Alles ist ziemlich neu und zudem gibt es “Themenabschnitte” in den Gebäuden.

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Wo ist den der Sonnenuntergang???

 

Zum Beispiel gibt es einen Gerichtsaal, der wie ein echter aussieht und in dem Übungen für die Law-Studenten statt finden. Um diesen herum befinden sich Verhörungssälle, Warteräume… In der Business School gibt es zum Beispiel ein Konferenzbereich, vor dem Raum gibt es eine Rezeption, eine Getränkeecke,… Ein anderer Bereich ist ein Raum für Teamarbeiten, wo sich immer vier Leute gegenübersitzen, je mit einem Macbook. An der Wand jedes Vierertisches hängt dann ein großer Flatscreen, über welchen man den Bildschirm seines Macbooks projizieren kann. So kann dann jeder über die Resultate diskutieren und es gibt die Möglichkeit sich gegenseitig weiter zu helfen. Bilder von der Uni habe ich jedoch keine gemacht, hier und da werden in der Zukunft mit Sicherheit welche erscheinen, jedoch wollte ich nicht die “Touri Mitstudentin” sein und mich lieber mit neuen Leuten austauschen.

Auf Morgen freue ich mich besonders, den die Freshers Fayre findet statt. Was das bedeutet und wie es war, darüber erfahrt ihr dann beim nächsten mal.

Bis dahin

Eure Beachwandererin

 

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