Der Ort der mein Leben verändert hat…?

Bevor ich die Überschrift erkläre, komme ich erst einmal zur lang herbeigesehenen Freshers Fayre, was das überhaupt ist und wie es war.

Zunächst einmal kann die Bedeutung schon grob aus dem Namen abgeleitet werden, den Freshers sind Erstis und eine Fayre ist eine Messe. Also Ersti Messe. Ja gut, das Ganze begrenzt sich nicht nur auf Erstsemester, soll jedoch besonders diesen eine Hilfe sein. Messe hingegen trifft ziemlich gut zu.

Was passiert den jetzt auf so einer Freshers Fayre? Alle Clubs und Sportteams, denen man beitreten kann stellen sich vor, werben für ihren Club und beantworten Fragen. Von Quidditch (Ja, die laufen mit einem Besen und gelegentlich auch mit einer Staubsaugerstange herum und “spielen” Harry Potter Style Quidditch), über Surfen, bis zur Brettspielgesellschaft ist alles vorstellbare, und nicht vorstellbare, dabei. Zudem werben Supermärkte, Arztpraxen,… für sich. So kann man auch von der Messe profitieren, wenn man keinem Club beitreten will, den es gibt wieder einiges (gratis) abzustauben. Von Burgern, über Hot Dogs, bis zu Lebensmitteln und Gutscheinen ist alles dabei.

Am Mittwoch morgen also sollte es losgehen. Um nicht pünktlich um 10 Uhr schon auf dem Gelände zu sein, entschied ich mich zunächst einmal mit einer Freundin eine Büchereiführung (die man quasi machen muss, wenn man Problemfrei seine Zeit an der Uni überstehen will, wie uns von Briony mitgeteilt wurde) zu machen. Nach einer Stunde waren wir dann mehr oder weniger in die 24/7 Unibücherei eingewiesen, jedoch froh, dass es auch das ganze Jahr über Hilfe gibt. Das System ist nicht so einfach zu durchblicken, wie man vielleicht denkt. Die Stunde war deshalb gut investiert. 2.JPG

Die Freshers Fayre hat direkt neben der Bücherei stattgefunden, weshalb wir dann um 11 auch schon dort waren. Bei betreten der Messe wurde man mit Geschenken, Gutscheinen und Informationen nur so überschüttet. Wir, dass waren ich und Eileen, machten uns auf den Weg durch die Zelte, um uns das ganze Spektakel anzuschauen und uns zu informieren. Nach einer Stärkung mit Pizza, Hot Dog, Cocktail und Burger bei einem Picknick, machten wir uns erneut auf die Suche. Diesmal nach Ständen, die wir zuvor vielleicht übersehen haben konnten. Am Ende des ersten Tages der Fayre, ist die Liste der Clubs, denen ich beitreten will um einiges voller und meine Tasche fast am platzen.

Am zweiten Tag der Fayre hatten wir morgens erst einmal ein Meeting mit Briony von 10-12 Uhr, bevor es dann zum Mittagessen erneut auf die Messe ging, den eine Mahlzeit, die nichts kostet, wollten wir uns nicht entgehen lassen.

Mein Fazit der zwei Tage: Ich habe mich für das Fußballprobetraining angemeldet, zudem für Volunteering, Surfen, Entrepreneurship, Athletics (für Stabhochsprung, wobei noch nicht feststeht, ob das zustande kommt), für die Big Band und das Orchester (falls ich mir günstig ein Instrument leihen kann). Zudem denke ich, dass ich in den nächten Wochen die Angebote unserer Uni annehme, und so gratis Squash spielen, tanzen,… kann.

Donnerstag Abend hat ein EBP (mein Studienprogramm) Social stattgefunden, bei dem wir alle ein weißes T-Shirt tragen mussten. Mit einigen bunten Sharpies wurden diese dann im laufe des Abends “verschönert”.

Gestern morgen ging es dann früh raus, schließlich hatte ich mit einer Freundin eine Busfahrt nach Bournemouth geplant. Um meine Überschrift nun zu klären, spule ich nun einmal ungefähr 5 Jahre zurück. Im Jahr 2011 habe ich an einer Sprachreise nach Bournemouth teilgenommen. Warum dieser Ort vielleicht mein Leben verändert hat? Naja, ich wollte schon immer einen Austausch ins Ausland machen, aber nach den 16 Tagen in Bournemouth war ich mir sicher und habe mich informiert, wie ich diesen Traum verwirklichen kann. So ging es dann für mich als Schülerin im Sommer 2012 (also ziemlich genau ein Jahr später) für ein Jahr nach Montana, USA. In diesem Jahr lernte ich nicht nur die Vereinigten Staaten lieben, sondern wurde mit der englischen Sprache warm und wurde noch sehr viel weltoffener, als ich vorher schon war. Zudem habe ich das Glück, dort eine zweite Familie gefunden zu haben. Dieses eine Jahr hat mich als Person und meine Prioritäten sehr verändert.

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Eileen und ich in Bournemouth

 

Zurück zum 23. September 2016. Die Ankunft mit dem Bus war nicht in dem mir so bekannten Stadtzentrum, weshalb es sich zunächst einmal wie ein fremder Ort angefühlt hat. Das vertraute kam dann wieder, als wir uns in Richtung Bournemouth Pier aufmachten.

Bei schönem Wetter entschieden wir uns zunächst einmal am Meer entlangzulaufen und das Unscheinbare zu entdecken. Anschließend machten wir uns auf den Weg in die Stadt, den auch diese wollten und haben wir von unten nach oben erkundet. Dabei haben wir dann auch erstmal bemerkt, wie flach Portsmouth doch ist, den Bournemouth ähnelt von den Bergen her doch eher dem Sauerland, aber als Lüdenscheiderin ist man das gewöhnt.

Als wir abends alles gesehen hatten und zugegebener Maßen auch von der kurzen Nacht sehr erschöpft waren, haben wir uns ein schönes Fleckchen Sandstrand ausgesucht und sind auch mehr oder weniger dort eingeschlafen. Aber mit dem Rauschen des Meeres, der strahlenden Sonne und einer kleinen Brise Wind, lässt es sich auch gut entspannen. Bewusst spreche ich hier von Sandstrand, den wie auf meinen Bildern zu sehen ist, hat Portsmouth einen Steinstrand. Auch wenn man dies als typisch Deutscher zunächst befremdlich findet, hat es auch echt seine Vorteile. Den man bekommt kein Sand ins Gesicht, Handtücher ausschütteln ist viel einfacher und man kann nach seinem Strandbesuch auch keinen Sandkasten füllen.

Abends machten wir uns dann auf den Rückweg, um mehr oder weniger Tod ins Bett zu fallen. Es war schön mal wieder in Bournemouth gewesen zu sein, besonders bei diesem sommerlichem Wetter.

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Ein Teil unserer Tescolieferung

 

Achja, ich habe auch noch einen Nachtrag zu meinem letzten Blog zu machen, den kurz nach dem hochladen klingelte Tesco an der Tür. Tesco ist ein Supermarkt in England und da es hier sehr typisch ist, seine Lebensmittel online zu bestellen, wollen wir uns ja zumindest teilweise der Englischen Kultur anpassen. Deshalb machen wir ab und zu eine Bestellung, um uns hauptsächlich das tragen der Getränke zu ersparen. Der Service ist auch echt praktisch, besonders für Fahrradfahrende Studenten 😉

Bis zum nächsten mal,

Eure vom Fußballtraining erschöpfte Beach Wandererin

 

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