Wo bin ich? Aus Surrey und von englischen Ritualen…

Was soll ich groß berichten, denn so viel habe ich letzte Woche nicht erlebt. Es ist halt der Alltag eingekehrt, aber wenn interessiert schon, was der Professor heute wieder in Econometrics gesagt hat, oder die Spanischlehrerin mit uns gemacht hat. Also schreibe ich jetzt mal, was so interessantes außerhalb der Vorlesungen abgelaufen ist.

Am Sonntag habe ich, wie auch schon die Sonntage davor über Büchern gehangen und vor Skype gehockt, schließlich muss ich ja auch up-to-date sein, nicht nur mit dem Unistoff, sondern auch mit dem, was sich gerade in Deutschland und den US of A ereignet.

Montag, nachdem ich mich dann früh morgens aus dem Bett gequält und gefrühstückt habe, bekam ich eine Email, dass Englisch ausfallen würde. Hätte ich das mal eher gewusst, aber der dadurch freie Montag kam mir ganz gelegen, den so konnte ich noch ein bisschen an Stoff arbeiten, der bis jetzt noch nicht so viel Beachtung gefunden hatte. Abends ging es dann mal wieder zum Fußballtraining, wenn es doch nur nicht so kalt wäre. Aber was soll man machen, dick eingepackt macht es dann auch viel Spaß.

Übrigens nur mal so angemerkt, haben wir bis jetzt relativ wenig von dem “Englischen Wetter” mitbekommen, den bis auf ein paar Regengüsse und zwei, drei schlechte Tage, hat es der Himmel mit uns gut gemeint.

Am Mittwoch habe ich mit der zweiten Mannschaft gegen Surrey gespielt. Ja, ich hatte von der Stadt auch noch nie was gehört, aber musste feststellen, dass die Universität1 ein Traum für jeden Sportstudenten ist. Das ganze wirkte eher wie ein neu eingerichteter Sportpark und war an Sauberkeit und Ordentlichkeit kaum zu übertreffen. Gelegen ist der Ort übrigens auf halber Strecke zwischen Portsmouth und London.

Wir haben 2:0 gewonnen und es war ein super Gefühl endlich mal wieder auf dem Platz zu stehen und gegen eine andere Mannschaft zu spielen. Auch die erste Mannschaft hat gewonnen und so konnte dann unsere Einweihung auch nur gut werden. Aber dazu gleich mehr.

Da wir erst 17:30 Uhr zurück waren und 18 Uhr Spanisch losging, bin ich gleich in der Uni geblieben. Nach Spanisch bin ich schnell nach Hause, um mich umzuziehen und mich für unsere Einweihung (Initiation) fertig zu machen. Die Einweihung wird von Clubs individuell gestaltet und da diese meist ekelhafte Trinkspiele und andere Sachen, auf die man gerne verzichtet, beinhaltet, war ich auch nicht traurig diesen Teil, durch Spanisch, verpasst zu haben. Ich war dann so circa 21:15 bei dem Haus, wo sich alle getroffen hatten und mir wurde mitgeteilt, wer mein “Old Girl” ist. Wie bereits erwartet, ist Anniken also meine “Mutti”. Sie wurde Hanna und mir zugeteilt, da sie aus Norwegen kommt, aber bereits ein Jahr hier absolviert hat. Darüber bin ich aber eigentlich auch ganz froh, den sie ist echt super nett. Anschließend ging es zu Popworld, der Disco, in der der wöchentliche Purple Wednesday stattfindet (Alle Wörter sind auf einer neu eingerichteten Seite (die ich hoffentlich bald fertigstelle) erklärt, aber bis dahin in Kurzform: Der Tag an dem alle feiern gehen). Diese Woche war es offiziell dann eigentlich Pink Wednesday, den der Abend wurde unter dem Motto “Breast Cancer Awarness” ausgerichtet, um auf Brustkrebs aufmerksam zu machen. Zusätzlich hat jede Society und jeder Club noch ein individuelles Motto, welches diese Woche der “erste Schultag” war. Also ein erster Schultag ganz in pink.

Nachdem ich dann Donnerstag doch eher verschlafen in der Vorlesung saß, hieß es auch Freitag morgen schon wieder früh aufstehen. Der wöchentliche Fußballfrühsport im Fitnessstudio stand an.

4Heute Abend bin ich mit Luisa (eine Mitbewohnerin) Fotos (quasi direkt vor der Haustür) machen gegangen. Wie ihr ja vielleicht bemerkt habt, bereit dies mir doch sehr großen Spaß und so haben wir endlich unseren Plan in die Tat umgesetzt. Leider war der Sonnenuntergang leicht von dunklen Wolken, die uns später auch begrüßt haben, bedeckt. Wie ich finde sind die Bilder jedoch trotzdem gut geworden.

Ich gehe jetzt auch bald schlafen, den morgen geht es nach Oxford. Besonders freue ich mich auf die Architektur und das Flair der Stadt. Außerdem hoffe ich, dass der vorhergesagte Regen sich zurückhält, den bis jetzt hatten wir immer so viel Glück. Da kann das ja bitte auch noch einen Tag länger so bleiben 😉

Bis bald,

Eure Beachwandererin

 

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