Besuch aus Deutschland

So, jetzt habe ich schon ewig nicht mehr geschrieben und das regelmäßige Bloggen vermisse ich auch immer mehr. In den letzten Wochen ist so viel passiert, dass es schwer zusammen zu fassen ist, aber ich versuche es einmal.

Nachdem ich aus Madrid zurück war, ging es wieder in den Englischen Uni Alltag rein, aber nicht zuletzt auch hier mit immer besserem Wetter.

Am Dienstag den 28. Februar durfte ich eine für mich neue, englische “Tradition” kennen lernen. Denn bevor das Fasten losgeht, gibt es den Pancake day (Pfannkuchentag). Eine bessere Erfindung gibt es wohl gar nicht und ich finde, dass diese Tradition auch in Deutschland echt nicht fehlen sollte. Mit ein paar Mädels vom Fußball habe ich mich also, nach den Wahlen für nächstes Jahr (Kapitän, Präsident,… für den Fußball Club), auf die Suche nach Mehl gemacht, denn den hatte eine Freundin vergessen. Aber leichter gesagt, als getan. Ich konnte es kaum glauben! Wir sind durch halb Portsmouth gelaufen, um auch nur irgendwo eine Packung Mehl aufzutreiben, aber die Suche schien härter, als gedacht. In unserem 8. Supermarkt wurden wir dann fündig. Es gab noch genau eine Packung Mehl, welche auch nur noch so alleine in dem Regal rumstand, weil sie kaputt war. Aber egal, Hauptsache wir können endlich Pfannkuchen machen. 16

Am Samstag, dem 4. März habe ich mich auf den Weg nach London gemacht. Dort habe ich mich mit Marius und Jonas, zwei Freunden aus der Heimatstadt getroffen. Da auch diese schon in London waren und ich auch mal was neues sehen wollten, hatten wir uns vorher entschieden, die Brick Lane langzulaufen. Dort gibt es allerhand Graffiti, perfekt für Marius und mich, da wir beide gerne Fotografieren. Anschließend durch den Finanzbezirk zum Sky Garden, ja richtig, ein Garten auf einem Hochhaus in Londons Innenstadt. Abends sind wir dann noch an der Themse gewesen, um dann doch ein paar Tourispots zu sehen. Insgesamt ein gelungener Tag.

Am Sonntag sind wir in Portsmouth geblieben, da das Wetter nicht das allerbeste war (ziemlich stürmig), aber auch hier kann man einiges sehen und der Spaziergang am Meer entlang lohnt sich immer. Dafür ging es dann jedoch am Montag nach Brighton. Dort haben wir natürlichen den Pier (Steg) und die Seafront gesehen. Zudem natürlich auch die Lains und North Lains, Straßen mit süßen, kleinen Läden und niedlichen Häuschen. Außerdem durfte natürlich auch das Pavillion nicht fehlen, welcher eigentlich so gar nicht typisch Englisch, doch irgendwie ganz gut zu der Stadt passt.

34Am Donnerstag ging es für die beiden früh zurück nach London und dann nach Dortmund. Aber Zeit zum ausruhen blieb für mich. Da ich ziemlich krank war, bin ich Vormittags zu Hause geblieben und Nachmittags ging es dann für meine Gruppe, zwei weitere deutsche EBP Gruppen und mich nach Bristol. Die Vorfreude war von allen Seiten groß, denn ein Ausflug auf Unikosten, davon kann man in Deutschland schließlich nur Träumen. In Bristol waren wir natürlich nicht ohne Grund, wir hatten bei einer IBM Business Challenge mitgemacht und es ins Halbfinale geschafft. In der Challenge ging es übrigens darum Entscheidungen für ein Unternehmen zu treffen.

Abends ging es endlich mal wieder richtig lecker Essen. Wir hatten uns für einen Italiener entschieden und ich kann nur sagen, die Entscheidung hat keiner bereut. Am Freitag morgen ging es dann zur Uni Bristol, wo das Halbfinale stattfinden sollte. Zuerst mussten wir uns drei Geschäftsideen rund um das Thema Schwein ausdenken (bei uns wurde es Pig a Bacon, ein Vegetarisches Schweine Restaurant und ein Schweinerennen). Anschließend sollten wir für ein Unternehmen, wie auch schon in der Vorrunde, Entscheidungen treffen und letztendlich in einer Minute eine Geschäftsidee (unsere Idee: eine Gemüseanbauapp für Städtler) vortragen. Zudem gab es, über den Tag verteilt, noch andere kleinere Aufgaben. Und alles immer auf Zeit. Ins Finale sind wir zwar nicht gekommen, aber mit einem zehnten Platz waren wir mehr als zufrieden. Abends ging es dann zu einem Buffet (Za Za  Bazar), für alle möglichen Länder eine Ecke gab und somit haben wir uns auf eine kulinarische Reise um die Welt begeben.85

Am darauffolgenden Tag haben wir Bristol erkundet, einen Stadtteil mit besonders schönen Häusern (ich glaube Calton Hill) gesehen, eine Brücke besucht und sind ein bisschen durch die Stadt gelaufen. Abends ging es leider auch wieder nach Hause. Als Fazit kann ich nur sagen, dass Bristol einen Besuch wert ist.

Die Woche habe ich dann damit verbracht, das liegengebliebene aufzuarbeiten und den normalen Aktivitäten nachzugehen. Am Mittwoch hatten wir unser letztes Saisonspiel, und was für eins. Ich hatte, besonders in der zweiten Hälfte echt Spaß, da ich dem Gegner einige male, kurz vor knapp, den Ball weggrätschen konnte. An dem Abend war ich auch wieder mit meiner Mannschaft feiern.

Am Samstag hieß es “Varsity”. Hier hat dies jedoch eine andere Bedeutung, als in Amerika. So ziemlich jede Sportart, außer Quidditsch, ist gegen die “verfeindete” Nachbaruni aus Southampton angetreten, um dann am Ende einen gesamten Gewinner zu krönen. Abends ging es dann auf die Feier vom Varsity. Doch vorher hieß es Vortrinken, doch dieses werde ich bestimmt nicht so schnell vergessen. Wir haben uns in einer der Halls (Studentenwohnheime) getroffen. 7 Mitspielerinnen entschieden sich mit dem Fahrstuhl von  der 3. zur 1. Etage zu fahren. Angetrunken meinte dann eine zum Spaß, dass doch alle springen könnten. Eine fand die Idee jedoch gut und fing dann an zu hüpfen. Der Fahrstuhl fuhr also, bedingt durch das hüpfen und zu viele Personen, von der 3. Etage in die 1., zurück zur 2. und blieb dazwischen stecken. Dazu muss ich vielleicht erwähnen, ich war gelaufen. Wir haben dann also den Notdienst angerufen, der meinte, dass es ein bisschen  dauern kann, aber man sich auf den Weg machen würde. Im Fahrstuhl wurde es hingegen so heiß, sodass sich alle ihre Oberteile schon einmal auszogen. Eine fing dann an zu Hyperventilieren, sodass wir erneut den Notdienst verständigten, der sich nun endlich auch mal auf den Weg machte. Nachdem die 7 befreit haben, konnte es dann endlich zum Club gehen.

So, mal sehen, ob ich es noch mal schaffe, mich zu melden, bevor es nach Hause geht… Im Moment erschlagen mich Deadlines und verschiedene andere Aktivitäten nur so. In 8 Tagen befinde ich mich dann endlich wieder auf Deutschem Boden, aber nicht in NRW.

Seid gespannt

Eure Beachwandererin

 

LONDON

 

BRIGTHON

 

BRISTOL

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